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Projekt „Freizeit mit Autismus”

Wir unterstützen  Menschen mit Autismus bei ihrer Freizeitgestaltung. 

Was steckt dahinter?
Autistisch behinderten Menschen, vor allen jugendlichen, fällt es schwer, ihre Zeit sinnvoll selber zu gestalten. Oft haben sie Interessen, die sie nicht allein umsetzen können und sie benötigen dabei Hilfe. Hierfür bieten wir eine Angebotspalette.

Die Idee basiert auf verschiedenen Ansätzen. Wir sprechen von notwendiger Integration, von Inklusion, von Teilhabe am Leben in der Gesellschaft. Was tun wir dafür? Zum einen ist es für unsere Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen wichtig und vorteilhaft, Zeit mit nicht behinderten Menschen zu verbringen und den Kontakt zur Gesellschaft im Konsens zu schulen. Zum anderen ist es für Eltern bedeutsam, dass ihre Schützlinge Zeit mit anderen Menschen, mit Gleichaltrigen und ohne elterliche Aufsicht verbringen.

Mit zunehmendem Alter wachsen auch die Ansprüche der Kinder an die Qualität der Freizeitangebote. Eltern können diesen Ansprüchen immer weniger gerecht werden. Es entstehen Interessenkonflikte. Nichtbehinderte Kinder suchen sich dann eigene Freunde, gleichaltrige Gefährten, interessenbezogene Aktivitäten. Die Eltern übernehmen hier nicht mehr überwiegend die Rolle der Gestalter oder der Anbieter, sondern mehr der Zuschauer. Unseren autistisch behinderten Kindern fällt diese Art der Interaktion meist schwer.

Wir haben mit unserem Freizeitprojekt ein Angebot erschaffen, das bedarfsgerecht gestaltet, dauernd erweitert oder reduziert werden kann.


Zu Beginn warfen wir bei Eltern und Betroffenen Fragen auf wie:
Welche Bedürfnisse hat mein Kind, Jugendlicher, Erwachsener? Welche davon kann ich ihm befriedigen. Wo sind mir Grenzen gesetzt? Was würde mein Kind gern tun, aber naturgemäß nicht mit mir als Mutter oder Vater? Mit welchem Personenkreis wäre es gern zusammen und was würde es gern machen? Reicht meinem Kind meine Gesellschaft dauerhaft aus? Welche Interessen und Wünsche bestehen, für die wir Eltern nicht die geeigneten Partner darstellen?

Das war im Herbst des Jahres 2010.


Wie sieht die Umsetzung aus?
Seit dem Frühjahr 2011 treffen sich junge Studenten der Fachhochschule Nordhausen regelmäßig mit autistisch behinderten jungen Leuten unseres Vereins in der Südharzer Region. Mit freundlichem Interesse und höchstem Eifer engagieren sich die Studenten, die Interessenfacetten unserer Autisten auszufüllen und mitzu(er)leben. In kleinen gemischten Teams verbringen die jungen Leute Zeit miteinander, kein Stress, kein Druck, keine Therapie – einfach nur zusammen sein. Bedürfnisse und teils außergewöhnliche Hobbys austauschen, ausleben und gemeinsam erleben. Spaß am Leben wecken. Das ist der Sinn der gemeinsamen Unternehmungen – gleich ob beim schwimmen, klettern, rollern, Kaffee trinken, telefonieren, emailen oder stadtbummeln. Alle haben Freude an den neuen Erlebnissen und Erfahrungen. Etwas kann jeder von jedem lernen. Es sind sogar schon Freundschaften entstanden. Die Studenten werden elterlich und fachlich bei dieser gewaltigen Herausforderung begleitet. Doch kaum genügend können wir den Einsatz dieser Studenten würdigen. Sie sind hochmotiviert, unkompliziert, verantwortungsbewusst, verständnisvoll, ideenreich und sooo gut drauf – bessere Partner können wir uns für unser autistisch behinderten Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen wohl nicht wünschen.


Unsere Intention:
Wir möchten im Projekt versuchen, je nach Bedarf in individuellen Personenzusammensetzungen Freizeitgestaltung zu ermöglichen, ein Stück Zufriedenheit zu spenden und ein Minimum an Unabhängigkeit von den Eltern zu erreichen. Das sehen wir als eine Aufgabe unseres Elternvereins an.

 


Berichte unserer ehrenamtlich Tätigen

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